
Die Eskalation von den USA und Israel mit Iran lässt die Kapitalmärkte weltweit einbrechen. Doch es gibt auch zahlreiche Krisengewinner.
Der Angriff von US-Präsident Donald Trump und Israels Premier Benjamin Netanyahu hat auch auf die eigenen Länder gravierende Folgen.
So sind nicht nur Todesopfer zu beklagen, sondern auch die Börsen gehen umgehend in die Knie.
Viele Minuszeichen
Nach negativem Start der Kapitalmärkte in Asien am heutigen Montag sank auch die Schweizer Börse SIX.
Der Hauptindex, der SMI, reduzierte sich um über 1,5 Prozent und zeigt die Nervosität. Der deutsche Aktienindex Dax und der französische Cac-40-Index sackten sogar um über 2 Prozent ab.
Zwar hat die Schweiz über den steigenden Schweizerfranken quasi einen natürlichen Hedge gegen steigende Erdöl- und Energiepreise. Doch über die Eintrübung der Weltkonjunktur wird auch in der Schweiz die Volkswirtschaft belastet.
Lufthansa-Gruppe im Tiefflug
Im SMI verloren Luxusgüter, wie Richemont mit seinen Marken Cartier, Van Cleef & Arpels & Co. über 6 Prozent.
Auch der Baustoffkonzern Holcim musste Federn lassen. Die Holcim-Papiere sanken um rund 3 Prozent.
In Deutschland brach der Aktienkurs der Lufthansa-Gruppe, zu welcher die Schweizer Fluggesellschaft Swiss gehört, um rund 6 Prozent ein.
Hierbei spielen die Flugausfälle nach Dubai, Doha, Abu Dhabi & Co. eine grosse Rolle, aber auch die Verteuerung des Kerosins hinein.
Eindecken mit Nahrungsmitteln
Doch selbst in solch grossen Krisen gibt es Gewinner.
Wenn der Erdölpreis deutlich anzieht, profitieren Rohstoffkonzerne. Wenn die Frachtraten anziehen, profitieren Logistikanbieter.
Wenn die Welt in Chaos stürzt, sind Nahrungsmittel gefragt. In den Sozialen Medien machten Bilder die Runde, dass Supermärkte in Dubai und Doha völlig leergekauft sind.
Dementsprechend legten am heutigen Börsenhandelstag sofort Aktien, wie Kühne & Nagel sowie Nestlé, deutlich zu.
Hoffnung auf baldiges Ende
Die ganz grossen Börsencrashs sind bisher allerdings ausgeblieben.
Dies dürfte daran liegen, dass der grosse Überraschungsschock mit einem Angriff am Samstag bereits verdaut ist. Dafür haben die Israeli sogar ihren Shabbat bebrochen.
An den Kapitalmärkten herrscht aber ohnehin die Hoffnung vor, dass der Angriff von den USA und Israel auf den starken Iran bald vorbeisein wird.
Die Iraner haben aus ihrer Sicht clever reagiert und die Nachbarländer mit in den Konflikt hineingezogen. Denn es gilt die alte Weisheit: Kannst Du ein Problem selbst nicht lösen, musst Du es grösser machen.
02.03.2026/kut.




