
Die Warenhauskette Manor setzt bei ihren Einkaufsstätten den Rotstift an und baut Stellen ab. Als Grund gibt sie wirtschaftliche Verhältnismässigkeit an.
Der Warenhauskonzern Manor hat sein Portfolio überprüft und wird sich von drei Standorten trennen.
Der Betrieb der Warenhäuser in Delémont JU, Wohlen AG und Sargans SG einschliesslich Manor Food Supermarkt und Manora Restaurant werde voraussichtlich im ersten Quartal 2027 eingestellt, teilte Manor am Dienstag mit.
Eigentümer suchen Alternativen
Für die Liegenschaften in Delémont, Sargans und Wohlen wären in den kommenden Jahren erhebliche Investitionen erforderlich, um bauliche Vorgaben zu erfüllen und den Betrieb langfristig sicherzustellen, hiess es weiter.
Diese Investitionen wären allerdings wirtschaftlich nicht verhältnismässig, erklärte das Manor-Management.
Die Eigentümer prüften daher alternative Nutzungen. Für die Städte ist dies wichtig, weil oftmals grosse Verkaufsflächen in den Zentren betroffen sind.
Des Weiteren beabsichtigt Manor, das Manora Restaurant in Haag SG voraussichtlich Mitte 2027 an den Detailhandelsriesen Coop zu übergeben.
Betriebsübergang an Coop
Von all den Änderungen seien rund 100 Mitarbeiter betroffen und das Konsultationsverfahren würde eingeleitet.
Manor würde bei der Suche nach Anschlusslösungen innerhalb und ausserhalb des Unternehmens unterstützen.
Mitarbeiter des Restaurants in Haag erhielten im Zuge einer Betriebsübernahme aber Vertragsangebote von Coop zu mindestens gleichwertigen Konditionen, hiess es weiter.
Globus zeigt Möglichkeiten
Manor hatte unlängst bereits die Schliessung von Lebensmittelabteilungen bekanntgeben, wie muula.ch berichtete.
Das Geschäft ist schwierig, doch wie Konkurrent Globus etwa in Basel mit einem hervorragend umgebauten Warenhaus zeigt, nicht unmöglich.
Manor investiert aber rund 200 Millionen Franken über die kommenden drei Jahre in die Warenhäuser.
Der Investitionsfokus liege dabei aber auf grossen, frequenzstarken Standorten. So wurden in Basel, Lausanne, Vevey, Lugano und Genf bereits umfangreiche Fashionflächen umgebaut. Mode ist eben margenstärker für den Detailhandel als der Lebensmittelbereich.
Und dieses Jahr würden mit Emmen, Luzern und Pfäffikon weitere Warenhäuser modernisiert, erklärte Manor zukunftsorientiert.
17.03.2026/kut.





