
In der Schweiz gehen Vermögensdelikte zurück. Männer müssen aber bei Kapitalanlagen und Frauen bei Internet-Romanzen vermehrt aufpassen.
Die Schweiz hat positive Entwicklungen bei der Kriminalität zu verzeichnen.
Im Jahr 2025 ging die Zahl der Straftaten um 1,5 Prozent auf rund 555.000 zurück, wie das Bundesamt für Statistik BFS am heutigen Montag bekanntgab.
Weniger Diebstähle
Die Besserung sei insbesondere auf den Rückgang der Vermögensstraftaten um 3,5 Prozent zurückzuführen, gaben die Statistiker zusammen mit den Polizeibehörden an.
Den grössten Anteil innerhalb der Vermögensstraftaten macht mit 41,7 Prozent der Diebstahl aus.
Doch anders als 2024 zuvor, in welchem bei den meisten Diebstahlformen ein Anstieg zu beobachten war, zeigte sich für das Jahr 2025 ein Rückgang um 5,3 Prozent.
Viele Minuszeichen
Kriminelle verschonten dabei besonders viele Schweizer Autos.
So sank Fahrzeugeinbruchdiebstahl laut dem BFS um 18,8 Prozent, der Diebstahl aus Fahrzeugen um 17,0 Prozent sowie der Taschendiebstahl um 15,5 Prozent.
Weiter wurden mit -4,9 Prozent weniger gestohlene Fahrzeuge, mit -3,2 Prozent weniger Sachbeschädigungen sowie mit -5,1 Prozent weniger Betrugsstraftaten registriert.
Fast nur Onlinebetrug
Auch die Cyberkriminalität war 2025 auf dem Rückgang, obwohl Schweizer Versicherer eindrücklich vor den gigantischen Risiken warnen. So sanken digitale Tatvorgehen um 2 Prozent auf 57.761 Straftaten.
Mit 54.247 Straftaten machte die Cyber-Wirtschaftskriminalität den grössten Teil davon aus.
Dabei registrierten die Behörden 36.572 geschädigte Personen, wovon 81,2 Prozent auf Online-Betrugsstraftaten zurückzuführen seien.
Geldanlegen im Fokus
Differenziert nach Geschlecht fanden die Bundesstatistiker aber auch noch interessante Auffälligkeiten.
Männliche Personen seien mit 65,2 Prozent häufiger Opfer von Online-Anlagebetrug, mit 60,2 Prozent nicht gelieferter Waren auf Kleinanzeigenplattformen sowie mit 57 Prozent von Vorschussbetrug betroffen gewesen, hiess es weiter.
Schweizer müssen also beim Geldanlegen im Internet besondere Vorsicht walten lassen.
Ausnutzen von Einsamkeit?
Weibliche Personen gingen in der Schweiz dagegen mit 60,8 Prozent als Geschädigte von falschen Unterstützungsanfragen und zu 54,8 Prozent Romanzen-Scams auf den Leim.
Mit Ausnahme der nicht gelieferten Waren auf Kleinanzeigenplattformen sei bei den genannten Betrugsformen die Altersgruppe der über 60-Jährigen am stärksten betroffen, mahnte das BFS.
Ältere müssen also besonders aufpassen.
Alles in allem waren die Rückgänge bei Vermögensdelikten im vergangenen Jahr in der Schweiz aber ansehnlich.
23.03.2026/kut.





