
Die Schweizer Verbraucher werden angesichts der düsteren Weltlage deutlich vorsichtiger. Doch ein Indikator vom März zeigt eine besondere Dramatik.
Der Index der Konsumentenstimmung ist markant zurückgegangen.
Das Barometer sank im März um 8 Punkte auf -43, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft Seco am heutigen Freitag bekanntgab.
Pessimistische Einschätzung
Unter dem Niveau von März 2025 lagen die drei Teilindizes «Erwartete Wirtschaftsentwicklung», «Erwartete Finanzlage» und «Zeitpunkt für grössere Anschaffungen».

Der Blick in die Zukunft bei der Wirtschaft brach von -44 auf -68 Punkte regelrecht in sich zusammen, wie die Detaildaten zeigen.
Angriffskrieg vertreibt Shoppinglaune
Besonders zu denken gibt aber die Einschätzung Schweizer Konsumenten bei grösseren Anschaffungen.

Dieser Teilindex war im vergangenen Jahr deutlich gestiegen und hatte Zuversicht signalisiert, dass Verbraucher auch den Kauf von Autos, Möbeln & Co. beabsichtigen.
Mit dem US-israelischen Angriffskrieg auf die Islamische Republik Iran ist die Kauflust vieler Schweizer allerdings verflogen, wie die Umfrage unter rund 2700 Personen im Alter ab 16 Jahren auf Deutsch, Französisch oder Italienisch ergab.
Spirale nach unten
Gegenüber März 2025 war der Teilindex «Vergangene Finanzlage» dagegen fast unverändert, wie das Seco eigens hervorhob.
Dies bedeutet, dass im Rückblick alles nicht so schlimm war, wie eigentlich von den Schweizer erwartet worden war.

Der deutliche Rückgang der Schweizer Verbraucherstimmung im März 2026 setzt allerdings eine Spirale negativer Wirtschaftsentwicklungen in Gang.
Die Eintrübung dürfte sich nämlich auf das Investitionsverhalten der Firmen, auf den Arbeitsmarkt und letztlich auch wieder auf die Konsumentenstimmung auswirken.
10.04.2026/kut.





