
Die Vermögensbildung von Frauen zeigt eine Revolution im Verborgenen. Doch nicht nur mehr Reichtum überrascht, sondern auch das eingegangene Risiko.
Anlässlich des Weltfrauentages wirft die Bank der Ultrareichen und Schönen, die Genfer Privatbank Pictet, einen Blick auf die Vermögensentwicklung des weiblichen Geschlechts.
Rund 51 statt 43 Prozentanstieg
Mehr Frauen als je zuvor bauten Vermögen auf, erbten Vermögen und verwalteten es, teilte das Pictet Wealth Management zu einer entsprechenden Analyse mit.
Während das globale Finanzvermögen in den vergangenen Jahren gewachsen sei, habe sich der von Frauen gehaltene Anteil dabei überdurchschnittlich stark erhöht, hiess es.
Zwischen 2018 und 2023 habe das Vermögen von Frauen um 51 Prozent zugenommen, verglichen mit einem globalen Anstieg um 43 Prozent.
Detailgenaueres Investieren
Es gebe immer mehr berufstätige Frauen, mehr Frauen, welche die Karriereleiter erklimmen, und mehr erfolgreiche Unternehmerinnen als je zuvor, beschrieb Pictet die Hintergründe zu den weltweiten Entwicklungen.

Dabei überliessen Frauen viele Dinge der Geldanlage nicht den Finanzexperten.
Frauen wollten alles häufig detailgenauer wissen und möchten ihr Portfolio sowie die darin enthaltenen Unternehmen besser verstehen – auch, wie diese geführt werden, erklärte die Privatbank weiter.
Langfristige Auswirkungen wichtig
Auf Fachjargon reagierten die Frauen dagegen ablehnend und liessen sie sich von anderen erfolgreichen Anlegerinnen und Unternehmerinnen inspirieren.
Frauen sei es zudem ein besonderes Anliegen, mit ihren Investitionen Ergebnisse zu erzielen, die über die finanzielle Rendite hinausgingen, vor allem punkto Nachhaltigkeit, Unternehmensethik sowie langfristige gesellschaftliche Auswirkungen.
Mehr Verantwortung
Eine gewisse Risikoscheu lässt sich dabei allerdings dennoch in der Kapitalanlage von Frauen nicht leugnen.
Anders als Männer legten weibliche Superreiche ihr Vermögen deutlich mehr in Immobilien sowie in Luxusgüter an, wie die Auswertung der Portfolios verdeutlicht.

Das männliche Geschlecht investiert dagegen mehr in Aktien und geht damit mehr ins Risiko.
Für viele Frauen bedeutete aber viele Jahrhunderte die Geldanlage auch nur, ein Haushaltsbüchlein zu führen.
Nun müssen sie Milliarden verwalten und gleichzeitig auch entsprechend Verantwortung übernehmen.
08.03.2026/kut.





