Franzosen überrennen den Schweizer Arbeitsmarkt

Drei französische Flaggen an Fahnenmasten
Tausende Franzosen kommen täglich zum Arbeiten in die Schweiz. (Bild: S. Winston / unsplash)

Die Zahl der Grenzgänger legt in der Schweiz weiter markant zu. Besonders Franzosen verlassen ihr Land und suchen hierzulande eine Beschäftigung.

Die Schweizer müssen hoffen, dass sich die französische Volkswirtschaft besser entwickelt.

Geht es in dem Nachbarland weiter bergab, überrennen immer mehr Franzosen den Schweizer Arbeitsmarkt.

Rund 60 Prozent aus Frankreich

Dies wird an der Statistik für Grenzgänger besonders deutlich, welche das Bundesamt für Statistik BFS unlängst publizierte.

Im Jahr 2025 legte die Zahl der Arbeitsmigranten gegenüber dem Vorjahr um 1,1 auf 411.000 Personen zu.

Mehr als die Hälfte aller Grenzgänger hatten ihren Wohnsitz in Frankreich und pendeln nach Genf, Basel & Co.

Der Anteil betrug 58,2 Prozent, was zeigt, dass die G-Bewilligungen stark von Franzosen genutzt werden.

Über 20 Prozent mehr Arbeitsnomaden

Ebenfalls grosse Anteile wohnten mit 22,2 Prozent in Italien und mit 16,4 Prozent in Deutschland.

Über die vergangenen fünf Jahre hinweg stieg die Zahl der Grenzgänger um 20,5 Prozent auf besagte 411.000 Grenzgänger.

Diese Form der Arbeitsmigration ist für die Schweiz gut, weil die Personen quasi von 9 bis 17 Uhr im Inland schaffen und sich danach in Luft auflösen.

Sie beanspruchen zwar die Infrastruktur beim Transport, jedoch bleibt der Wohnungsmarkt verschont.

Österreicher kaum der Rede wert

Wer weniger Last auf dem Mietmarkt erreichen will, könnte auch das Grenzgängerregime stärken, wie muula.ch berichtete.

Dabei rücken die prekären Verhältnisse in Frankreich derzeit in den Vordergrund. Seit 2021 erhöhte sich die Zahl der französischen Grenzgänger um fast 30 Prozent auf 240.000 Personen.

Italiener und Deutsche kamen nur unwesentlich mehr zum Arbeiten in die Schweiz, wie aus der Grafik hervorgeht. Die 8818 Österreicher fallen auf das ganze Land gesehen kaum ins Gewicht.

Jederzeit Kündigung möglich

Funktionieren die Volkswirtschaften in den Nachbarländern einigermassen gut, wandern weniger Personen täglich über die Landesgrenzen zum Arbeiten in die Schweiz.

Und ist ein Schweizer Arbeitgeber mit der Leistung der Ausländer unzufrieden, kann er ohne Angabe von Gründen die Arbeitsnomaden wieder einfach loswerden. Dem Land fallen sie nicht zur Last.

23.02.2026/kut.

Franzosen überrennen den Schweizer Arbeitsmarkt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert