
Der Angriffskrieg von den USA und Israel auf Iran hat fatale Folgen für die Welt. Doch die Amerikaner könnten einen Trick nutzen, um ihr Hauptproblem zu lösen.
Über stumpfsinnige Analysen mancher Medien kann man derzeit nur staunen.
Das Schlimmste des Angriffskrieges von den USA und Israel auf die Islamische Republik Iran sei bereits ausgestanden, schrieb die «Neue Zürcher Zeitung» bereits vor ein paar Tagen.
Verdopplung binnen Wochen
Dass dies den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der Amerikaner und Israelis nur kleinreden soll, wird spätestens am heutigen Montag klar.
Die Erdölpreise liegen nach nur wenigen Tagen der militärischen Eskalation in Nahost bereits auf dem Niveau des Angriffskrieges von Russland auf die Ukraine im Februar 2022.
Der Erdölpreis der Nordsee-Sorte Brent erhöhte sich teils um rund 30 Prozent auf 119,50 Dollar je Barrel und sank dann am Montag wieder etwas. Doch das bisherige Tageshoch entspricht einem Plus von rund 70 Prozent gegenüber dem Tag vor dem iranischen Kriegsbeginn.
Seit Ende 2025 verdoppelte sich damit der Erdölpreis, was sich mit der Zeit auf immer höhere Kosten bei Erdölprodukten, wie Heizöl und Treibstoffen um Benzin oder Kerosin, bemerkbar machen wird.
Vorräte zu Geld machen
Dieser Erdölpreisanstieg spielt aber beispielsweise den Russen in die Hände, weil sie mehr für das «schwarze Gold» bekommen, wo sie es noch verkaufen können.
Und an den Kapitalmärkten wird gemunkelt, auch die Amerikaner reiben sich die Hände, obwohl die Teuerung in den USA stark vom Erdölpreis abhängt und die Inflation nun in die Höhe schnellen dürfte.
Hintergrund sei, so die Strategiespiele, dass die Amerikaner ihre strategische Erdölreserve auf einem Höchstpreis verkaufen könnten. Das Geld würde dann zur Tilgung der Staatsschulden eingesetzt und das gigantische US-Schuldenproblem von rund 38.000 Milliarden Dollar würde sich auf einen Schlag lösen.
Je höher also der Erdölpreis ist, desto höher ist auch der Wert der strategischen US-Erdölreserven.
Put-Optionen als Alternative
Da die Amerikaner den Angriffskrieg quasi selbst beeinflussen können, also das sogenannte Moral Hazard dabei besteht, könnten sie nach einem Verkauf den Krieg beenden und sich mit sinkenden Erdölpreisen wieder günstig eindecken.
Unplausibel sind die Befürchtungen also nicht.
Die USA um Präsident Donald Trump könnten sogar einen Tag, bevor sie einen Waffenstillstand mit Iran eingehen, Put-Optionen auf Erdöl kaufen.
Nach Beruhigung der Lage dürften die Erdöl- und Erdgaspreise wieder in den Keller rauschen, was Put-Optionen wertvoller werden lässt.
Die Welt muss also darauf achten, was die Amerikaner an den Kapitalmärkten machen.
Stabilität in der Führung
Das Regime in Teheran hat mittlerweile mit dem Sohn von Ali Khamenei, Mojtaba Hosseini Khamenei, ein neues Staatsoberhaupt bestimmt.
muula.ch hatte dies bereits umgehend nach der Ermordung des Ayatollah auf Basis von Insiderquellen korrekt berichtet, weil Iran damit gewisse Stabilität signalisiert.
Vom Wechsel der Machthaber, welchen die Amerikaner und die Israelis in Teheran erreichen wollten, fehlt damit jede Spur.
Indirekte Attacke auf China
Die Iraner blockieren zur Selbstverteidigung die Strasse von Hormus, wo täglich rund 20 Prozent des weltweiten Erdölbedarfs passieren muss.
Dies trifft besonders China, Indien und Japan, aber über den Preisanstieg auch den Rest der Welt.
In der Schweiz werden die Menschen all dies bald richtig an den Zapfsäulen spüren – selbst mit dem starken Schweizerfranken, der die Preiserhöhungen nur bedingt dämpft, weil die Schweizerische Nationalbank SNB an den Börsen die Landeswährung schwächt.
Politisch motivierte Analysen von Medien fallen derzeit umgehend auf. Qualitätsmedien gibt es nämlich nur noch wenige – aktivistische Journalisten dagegen umso mehr.
09.03.2026/kut.





