Einfamilienhäuser werden nochmals deutlich teurer

Vier grüne Häuser auf einem Monopoly-Feld
Die Schweizer Immobilienpreise steigen wie im Monopoly-Spiel. (Bild: Nebular / unsplash)

Die Preise von Wohneigentum kennen in der Schweiz praktisch nur die Richtung nach oben. Ganz selten gibt es aber doch Ausnahmen.

Die Schweiz rast mit ihrem niedrigen Zinsniveau sehenden Auges in eine Immobilienblase zu.

Während alle Welt von Gold, Silber und Bitcoin redet, übersehen viele Schweizer die Entwicklungen, welche die Schweizerische Nationalbank SNB mit ihrer Nullzinspolitik verursacht.

Tausende Franken mehr

Der Schweizerische Wohnimmobilienpreisindex (IMPI) stieg im 4. Quartal 2025 im Vergleich zum Vorquartal um 0,5 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresquartal betrug die Teuerung 3,9 Prozent, wie aus den neuesten Landesstatistiken hervorgeht. 

Innert Jahresfrist legten die Preise von Einfamilienhäusern sogar um 5,0 Prozent zu. Bei Eigentumswohnungen lag die Teuerung immerhin bei 3,0 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik BFS weiter bekanntgab.

Schweizer Wohnpreisindex laut BFS

Eine Wohnimmobilie kommt in Zürich, Basel, Genf oder Lausanne nicht selten auf 1,5 Millionen Franken.

Das bedeutet, die Teuerung schlug in dem Beispiel mit 75.000 beziehungsweise 45.000 Franken innerhalb eines Jahres zu. Wohnimmobilien verteuern sich monatlich um Tausende Franken.

Einige Lichtblicke sichtbar

Allein im 4. Quartal 2025 zogen die Preise der Einfamilienhäuser zum Vorquartal um 0,4 Prozent und jene der Eigentumswohnungen um 0,6 Prozent an.

Bei den Einfamilienhäusern stiegen die Preise in den städtischen Gemeinden einer grossen Agglomeration am meisten an und verteuerte sich um 1,9 Prozent.

Doch es gab laut dem BFS auch Lichtblicke für Kaufinteressenten.

Die Preise von Einfamilienhäusern in den städtischen Gemeinden einer mittelgrossen Agglomeration sanken demnach am deutlichsten, und zwar um 1,6 Prozent.

Veränderungsraten bei Wohnimmobilienpreisen laut BFS

Bei den Eigentumswohnungen fand der stärkste Preisanstieg innerhalb von 3 Monaten in der Kategorie der intermediären Gemeinden statt. Sie stiegen um 2,4 Prozent zum Vorquartal.

Einen Rückgang der Eigentumswohnungspreise wurde einzig in den städtischen Gemeinden einer grossen Agglomeration verzeichnet.

Dort sanken sie um 1,4 Prozent. Das wären dann bei dem Beispiel von 1,5 Millionen Franken immerhin 21.000 Franken innerhalb eines Quartals.

Klarer Aufwärtstrend

Die durchschnittliche Jahresteuerung 2025 des IMPI lag bei 4,6 Prozent. Im Jahr 2024 hatte der Zuwachs im Schnitt bei Wohneigentum bereits bei 1,7 Prozent gelegen.

Die Preise von Einfamilienhäusern sind im vergangenen Jahr durchschnittlich um 4,4 Prozent und die Preise von Eigentumswohnungen um durchschnittlich 4,7 Prozent gestiegen.

Die Richtung ist also klar, und sie zeigt beim Preisniveau nach oben, selbst wenn es ab und zu mal irgendwo in der Schweiz ein «Schnäppchen» gibt.

02.02.2026/kut.

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