Deutliche Schadstoffreduktion im Alpenverkehr

Strasse über den Gotthard
Am Gotthard gibt es viel weniger Umweltverschmutzung. (Bild: jimit / pixabay)

Der alpenquerende Güterverkehr hat sich von der Strasse stark auf die Schiene verlagert oder ist verschwunden. Dies freut die Umwelt ausgesprochen.

Im vergangenen Jahr fuhren 960.000 Lastwagen durch die Schweizer Alpen, etwa gleich viel wie 2024.

Rückläufig war 2025 hingegen der Bahnanteil am alpenquerenden Gütertransport, wie das Bundesamt für Verkehr BAV am Donnerstag bekanntgab.

Bahn verliert Marktanteile

Der Schienenverkehr sei unter anderem wegen zahlreicher Baustellen und der angespannten Wirtschaftslage von 70,3 auf 68,6 Prozent zurückgegangen, hiess es weiter.

Die Eisenbahn beförderte 7,5 Prozent weniger Güter durch die Alpen als 2024, erklärte das BAV zur Entwicklung.

Dies war bereits das vierte Jahr infolge, dass die Schiene gegenüber der Strasse sichtbar Marktanteile verlor.

San Bernardino holt auf

Die Fahrtenzahl auf den Alpentrassen lag im Jahr 2025 aber rund 444.300 Fahrten beziehungsweise 31,6 Prozent unter dem Wert des Referenzjahrs 2000, als jährlich noch über 1,4 Millionen schwere Güterfahrzeuge die Schweizer Alpen querten.

Der langfristige Trend ist also immer noch intakt.

Am Gotthard als wichtigstem schweizerischen Strassenübergang ging die Fahrtenzahl um 2,9 Prozent zurück und belief sich somit auf 71,5 Prozent aller alpenquerenden Fahrten des Jahres 2025.

Am San Bernardino als zweitwichtigstem Übergang mit 14,5 Prozent an Marktanteil stieg das Verkehrsaufkommen um 8,6 Prozent hingegen. Es gab also nur Verschiebungen.

Sauberere Luft in den Bergen

Doch für die Umwelt sind die langfristigen Entwicklungen positiv.

Die für die Gesundheit schädlichen Stickoxid-Konzentrationen (NOx) sanken entlang der A2 und A13 seit Messbeginn kontinuierlich, hiess es im BAV-Bericht.

NOx-Emissionen in den Schweizer Alpen
Die Schadstoffemissionen gehen stark zurück. (Screenshot: muula.ch)

Südlich der Alpen komme nun auch die Station Camignolo in den Bereich des Grenzwertes zu liegen, erklärten die Beamten die Erfolge für die Umwelt.

Zuversichtlich für die Zukunft

Die Abnahme der Immissionen von NOx zeige deutlich die verbesserten Emissionseigenschaften der Fahrzeuge aufgrund der starken Zunahme von Fahrzeugen der Abgasstufe EURO VI- (Lastwagen) und Euro 6 (Personenwagen), hiess es zur Begründung.

Auch für die Zukunft sind die Schweizer Behörden optimistisch.

Mit der Einführung von EURO VII im Jahr 2027 und der fortschreitenden Elektrifizierung werde eine weitere Absenkung der NOx-Emissionen in den Schweizer Alpen erwartet, so die frohe Botschaft.

13.03.2026/ena.

Deutliche Schadstoffreduktion im Alpenverkehr

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