Der Fussball baut sein Milliardenbusiness aus

Ein grosser Fussball auf einem Spielfeld
Fussball generiert an vielen Stellen hohe Einnahmen. (Bild: N. Genoud / unsplash)

Bald startet die Fussball-WM in Kanada, Mexiko und den USA. Ein wichtiges Ranking zeigt, wie geschäftsträchtig der Fussball mittlerweile geworden ist.

Wie viel Geld lässt sich mit dem Fussballsport verdienen?

«Endlos viel», lautet wohl die korrekte Antwort. Um das Kicken ist ein Milliardenmarkt entstanden, wie die Entwicklungen in Europa verdeutlichen.

Spitzenklubs allein bringen 12 Milliarden

Die Spielsaison 2024/25 stellte einen weiteren Rekord auf, wobei die Top-20 Money-League-Klubs zum ersten Mal über 12 Milliarden Euro an Umsatz erzielten.

Dies erklärte unlängst die Unternehmensberatung Deloitte in ihrer neuesten Studie «Fussball Money League», die weltweit viel Beachtung geniesst.

Umsätze der wichtigsten Fussballklubs in Millionen Euro laut Deloitte
Die Umsätze der wichtigsten Fussballklubs in Millionen Euro nehmen rasch zu. (Screenshot: muula.ch)

Der kumulierte Umsatz der Money League-Clubs stieg innerhalb von 12 Monaten um 11 Prozent auf 12,4 Milliarden Euro, hiess es um die Verkäufe von Eintrittskarten, Fanartikeln, der Vermarktung der Stadien, Sponsorings, Übertragungsrechten & Co.

Dabei sind die vielen lokalen Fussballvereine und deren Ticketverkäufe sowie Merchandising noch nicht einmal berücksichtigt.

Auch die ganzen Fussballwetten um Swisslos, Loterie Romande kommen noch hinzu.

Viele Klubs erzielen Milliarde

Nachdem Real Madrid in der Saison 2023/24 als erster Fussballklub 1 Milliarde Euro an Einnahmen generierte, übertraf der spanische Topverein diesen Rekord erneut.

Die Madrider erzielten in der Saison 2024/25 als umsatzstärkster Klub der Welt fast 1,2 Milliarden Euro an Erlösen.

Real Madrid erzielte allein an kommerziellen Einnahmen durch erhöhtes Merchandising und Sponsoring fast 600 Millionen Euro, rechnete Deloitte vor.

Umsätze bei Real Madrid
Stetes Umsatzwachstum bei Real Madrid (Screenshot: muula.ch)

Zum ersten Mal seit 2019/20 kehrte der FC Barcelona mit dem 2. Rang auf das Siegerpodest der Money League zurück und generierte mit 975 Millionen Euro fast eine Milliarde an Einnahmen.

Ein wichtiger Treiber für dieses Wachstum sei die Einführung von Personal Seat Licence Arrangements gewesen, hiess es. Dies spülte einmalig immerhin 70 Millionen Euro in die Fussballklubkasse vom FC Barcelona.

Kreative Partnerschaft mit Air Jordan

Bayern München generierte 861 Millionen Euro und rundete die Top 3 ab.

Paris Saint Germain setzte auf Rang 4 immerhin 837 Millionen Euro um und trieb mit dem Emirat Katar im Rücken vor allem die kommerziellen Partnerschaften mit internationalen Marken, wie Air Jordan, voran.

Zum ersten Mal in der Geschichte der Money League rangierte Liverpool in der Rangliste und kam auf Rang 5, weil mit dem Anstieg der Einnahmen aus Übertragungsrechten um 34 Prozent der Gesamtumsatz auf 836 Millionen Euro kam.

Und so geht das immer weiter. Immer neue Vermarktungsideen kommen auf das Fussball-Business zu.

Spielerwohl am Anschlag

Die Spieltage erhöhten sich in der vergangenen Spielsaison im Schnitt von 51 auf 57, was stark auf das Spielerwohl drückt.

Auch die Ausweitung der Fussball-Weltmeisterschaft der Fifa auf erstmals 48 Teams dürfte die Spieler stark fordern.

Doch der Weltfussballverband wollte es genau aus diesem Grund – mehr Geld.

Stagnierende Spitzengagen

Die Löhne der Spieler steigen zwar oft ins Unermessliche – sie wachsen allerdings nicht unendlich in den Himmel.

Bei Real Madrid stiegen die Umsätze zwar stark, doch das Verhältnis der Löhne zum Erlös lag bei 44 Prozent und beim Zweitplatzierten immerhin bei 54 Prozent der Umsätze.

Trump-Faktor als Unsicherheit

Ob die Fussball-Weltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den USA nun auch zum Milliardenerfolg wird, hängt noch ein Stück weit von US-Präsident Donald Trump ab.

Er verbreitet weltweit so viel Antipathie, dass zahlreiche Fussballfans kaum noch Lust auf die WM und Reisen in die Fussballstadien haben.

Dies dürfte sich dann bald in der Kasse beim Weltfussballverband Fifa und den Fussballklubs zeigen.

03.04.2026/kut.

Der Fussball baut sein Milliardenbusiness aus

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert