Chinesen schieben Schweizer Hotellerie an

Ein Hotelzimmer mit Bett und Lampe
Die Schweiz hat viele volle Hotelbetten. (Bild: E. Akyurt / unsplash)

Die Schweizer Hotels verzeichnen einen Rekord nach dem anderen. Dabei verdeutlichen die Boom-Märkte, dass Staatshilfe für die Branche unnötig ist.

Die Schweizer Hotellerie verzeichnete im vergangenen Jahr rund 43,9 Millionen Logiernächte.

Damit übertraf sie den Rekord von 2024 um 2,6 Prozent.

Neues Allzeithoch

Das sind laut den neuesten Angaben des Bundesamtes für Statistik BFS vom Mittwoch immerhin 1,1 Millionen Übernachtungen mehr.

Der Eurovision Song Contest ESC 2025, die Frauenfussball-EM der Uefa, das Eidgenössische Turnfest & Co. zahlen sich da also für die Schweiz aus.

Die Zahl der Logiernächte ausländischer Gäste erhöhte sich um 3,7 Prozent auf 22,8 Millionen Logiernächte und verzeichnete damit ein Allzeithoch.

Die Nachfrage aus dem Ausland übertraf dabei sogar die Ergebnisse von 2024 und 2019 deutlich.

Hohe Zahlungsbereitschaft

Dies sei ein klares Zeichen für die kräftige Erholung nach den schwachen Jahren der Coronavirus-Pandemie, erklärten die Statistiker.

Die inländische Nachfrage stieg gegenüber dem Vorjahr aber auch und legte um 1,4 Prozent auf 21,1 Millionen Logiernächte zu. Sie übertraf damit den historischen Höchststand von 2022.

Hotelnachfrage laut BFS

Mehr als die Hälfte der ausländischen Nachfrage entfiel mit 55,8 Prozent auf Gäste aus Europa, die für 12,7 Millionen Logiernächte sorgten.

Mit 474.000 zusätzlichen Logiernächten gegenüber 2024 (+3,9 Prozent) erreichte die europäische Nachfrage den höchsten Stand seit über zehn Jahren.

Wer also glaubt, der starke Schweizerfranken sei ein Problem, der täuscht sich. Das Verhältnis von Preis zu Qualität stimmt und die Zahlungsbereitschaft ist da.

Krisenländer schätzen Schweiz

In Europa war die absolute Zunahme bei den Gästen aus Grossbritannien mit +7,5 Prozent und aus Deutschland mit +2,0 Prozent am stärksten.

Selbst knausrige Deutsche und vom Verfall des britischen Pfundes geplagte Touristen kommen gleich scharenweise in die Schweiz.

Briten erreichten einen neuen Höchstwert seit 2010 und die Deutschen nähern sich dem Stand von 2019.

Selbst die Nachfrage aus dem krisengeplagten Frankreich stieg 2025 um 2,4 Prozent auf 1,5 Millionen Logiernächte und war so hoch wie seit drei Jahrzehnten nicht mehr.

Rezession im Reich der Mitte

Die höchste absolute Zunahme aus Asien war mit 793.000 Logiernächten beziehungsweise einem Plus von 9,3 Prozent den Gästen aus China zu verdanken.

Die Langzeitentwicklung bei den Chinesen verdeutlicht, dass es gegenüber 2021 um über 500 Prozent nach oben ging.

Auch hier spielt eine günstigere Mehrwertsteuer, wie sie die Schweizer Hoteliers auf Ewigkeit fordern, wohl nur eine untergeordnete Rolle.

Hotelnachfrage laut BFS

Die Gäste aus China blieben noch 43,1 Prozent hinter dem Stand von 2019 zurück, das liegt an der Rezession im Reich der Mitte und nicht an einem Mini-Preisnachlass aufgrund von Subventionen des Schweizer Staates.

Einzelne Profiteure

Warum sollen Schweizer Bauarbeiter, Pflegekräfte oder Schuster die Hotels in der Schweiz mit ihren Steuern unterstützen?

2025 lag die Nettozimmerauslastung bei 56,8 Prozent. Das waren 1,7 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr und übertraf damit den Rekordwert von 2019 von 55,2 Prozent deutlich.

Verteilung der Hotellerienachfrage laut BFS

Von Krise ist keine Spur – und wenn die Steuern für alle Bürger und Firmen sinken, wäre der gesamten Schweizer Volkswirtschaft am meisten geholfen.

25.02.2026/kut.

Chinesen schieben Schweizer Hotellerie an

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert