
Die Erben des Mäzens Oskar Reinhart haben die Eidgenossenschaft beschenkt. Damit kommt ein historisches Gesamtensemble wieder zusammen.
Die Schweizer Bevölkerung hat grosses Glück gehabt.
Die Erben des Winterthurer Mäzens Oskar Reinhart (1885–1965) übertragen der Schweizerischen Eidgenossenschaft die historische Parkanlage mit Badanlage beim Römerholz in Winterthur.
Weiterer Glücksfall für das Volk
Damit kehre ein zentraler Teil des ehemaligen Wohnsitzes Reinharts in das historische Gesamtensemble am Römerholz zurück, teilte das Bundesamt für Bauten und Logistik BBL am Donnerstag freudig mit.
Die Behörde vertritt den Bund als neuen Eigentümer.
Bereits 1966 waren die private Kunstsammlung mit 209 Kunstwerken sowie die Villa am Römerholz gemäss testamentarischer Verfügung in Bundesbesitz übergegangen.
Dies geschah mit der Auflage, die Sammlung dauerhaft der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, was auch ab 1970 erfolgte.
Zusammenhängendes Ensemble
Mit der aktuellen Übertragung werden die seit dem Tod des Sammlers getrennten Teile der Parkanlage aus dem frühen 20. Jahrhundert wieder zusammengeführt.
Die Schenkung leiste einen wesentlichen Beitrag zur Bewahrung dieses kulturhistorisch herausragenden Ortes, würdigte die Schweiz die Schenkung.

Sie stelle die historische Integrität der Anlage wieder her und stärke ihre Wirkung als zusammenhängendes Ensemble.
Privates Umfeld zeigt sich
Erstmals seit rund sechzig Jahren könne das Römerholz künftig wieder als historisch gewachsene Gesamtanlage verstanden und erlebt werden – als Ort, an dem sich Baukultur, Landschaftsgestaltung und Lebenswelt zu einem vielschichtigen kulturellen Erbe verbinden.
Die Badanlage erweitert das Ensemble laut dem Communiqué um eine neue Dimension: Sie eröffnet Einblicke in Oskar Reinharts privates Umfeld, seine Lebensweise und sein Engagement für das zeitgenössische Schweizer Kunstschaffen.
Die Kunst reicht von der Späten Gotik bis an die Schwelle der klassischen Moderne.
Schrittweise Öffnung
Die Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz» öffnet nach abgeschlossenen Umbauarbeiten am 9. Mai 2026 wieder für das Publikum.
Für Nutzung, Vermittlung und die Integration in den Museumsbetrieb sei das Bundesamt für Kultur (BAK) zuständig.
Nach denkmalpflegerischen Sicherungs- und Instandsetzungsmassnahmen werde die Park- und Freizeitanlage schrittweise öffentlich zugänglich gemacht, hiess es.
Das Volk hat nach Jahrzehnten der Trennung des Ensembles also doch noch Glück gehabt.
12.03.2026/kut.





