
Viele Menschen können sich die grossen Dimensionen von Windrädern kaum vorstellen. Der Energiekonzern Axpo half in Wil SG am Nachthimmel nach.
Drohnen gehört die Zukunft, und dies machte auch der staatliche Axpo-Konzern klar.
Mit rund 200 Drohnen vermittelte das Energieunternehmen den Bewohnern im Windeignungsgebiet «Boxloo» in Rossrüti bei Wil SG, wie ihre Zukunft aussehen könnte.
Bevölkerung bekommt Eindruck
Über eine Live-Visualisierung projizierte Axpo am Donnerstagabend die geplante Windenergieanlage bei Einbruch der Dunkelheit als Lichtdarstellung in Echtgrösse an den Nachthimmel.
Dabei drehten sich die Flügel einer der drei simulierten Windturbinen, die selbst aus grosser Entfernung sichtbar war.
So hätten Interessierte einen realitätsnahen und gleichwohl spektakulären Eindruck der möglichen Höhe und Dimension der Windkraftanlage erhalten, teilte der Staatsbetrieb am Freitag zu der Informationsveranstaltung über das Projekt und allgemein zu Windenergie mit.
Unbehagen bei Menschen
Rund 190 Besucher hätten das Spektakel verfolgt, hiess es weiter.
Windenergie sei ein wichtiger Bestandteil des künftigen Energiemixes und liefere gerade im Winter wertvollen Strom für eine sichere Schweizer Stromversorgung, warb Axpo für sein Anliegen.

Doch viele Menschen wollen die monströsen Windräder nicht in ihren Vorgärten haben, weshalb es vielerorts Proteste und Klagen gibt, wie muula.ch regelmässig berichtet.
Von den gigantischen Ausmassen der Windturbinen werden Anwohner regelmässig aufgeschreckt. Die Windräder sind teils hunderte Meter hoch, um alternative Energie zu liefern.
Rund 5000 Haushalte versorgen
Der staatliche Energiekonzern plant gemeinsam mit den Technischen Betrieben Wil und weiteren Partnern im kantonalen Richtplan ausgewiesenen Windeignungsgebiet «Boxloo» einen Windpark mit drei Windturbinen.
Diese könnten jährlich rund 25 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren und damit den Energiebedarf von etwa 5000 Haushalten decken.
Viele Betreiber von Windkraftanlagen versuchen über die Beteiligung von Gemeinden und Menschen, mehr Verständnis für diese Form der erneuerbaren Energie zu gewinnen.
Weitere Messungen für ein Jahr
In den kommenden Tagen wird nun in Rossrüti ein 125 Meter hoher Windmessmast errichtet.
Dieser erfasst rund ein Jahr lang die Windgeschwindigkeit und Windrichtung in verschiedenen Höhen. Zusätzlich würden Fledermausaktivitäten gemessen, um mögliche Auswirkungen auf die lokale Fauna zu beurteilen, hiess es weiter im Communiqué.
Die Ergebnisse bildeten eine wichtige Grundlage für die weitere Planung.
Und die Dimensionen nur eines Windrades auf die Umgebung konnten die Menschen in einer Drohnen-Visualisierung nun bereits sehen. Nicht nur Drohnen gehört also die Zukunft.
14.03.2026/kut.





