
Der Angriffskrieg auf Iran hat fatale Folgen für die Weltwirtschaft. Besonders zeigt sich dies an drastischen Massnahmen von Swiss und Lufthansa.
Die Auswirkungen des Fehlentscheids von US-Präsident Donald Trump, den Angriffsgelüsten Israels auf die Islamische Republik Iran beizuspringen, treten immer deutlicher zutage.
Sommerferien absagen
Dabei ist nicht nur an hohe Benzinpreise an den Tankstellen oder ein Anstieg der Energiekosten gedacht.
Besonders spüren es Reiseanbieter und Fluggesellschaften.
Viele Australier, die sich auf Oster- oder Sommerferien in Europa gefreut haben, müssen diese aufgrund von Flugstreichungen über die Drehkreuze Dubai, Doha und Abu Dhabi absagen.
Reisewarnungen führen zum Chaos
Selbst Nilkreuzfahrten in Ägypten fallen derzeit häufig aus.
Amerikaner können gar nicht mehr anreisen, weil das US-Aussenministerium auch Ägypten bei den Reisewarnungen von Nahost zwei Stunden lang aufgeführt hatte. US-Reiseveranstalter müssen dann umgehend Trips absagen, obwohl Ägypten vom Konflikt momentan gar nicht betroffen ist.
US-Reiseanbieter mussten daher Tausende Amerikaner allein aus Ägypten mit Charterflügen evakuieren.
Volatile Situation belastet
Nun gab auch die Schweizer Premiumfluggesellschaft Swiss am Montagabend bekannt, alle Flüge von und nach Dubai sowie Tel Aviv bis einschliesslich 31. Mai aussetzen.
Dies geschehe aufgrund der weiterhin volatilen Situation im Nahen Osten, hiess es. Bisher hatte Swiss immer wieder abgesagt oder verschoben.
Sicherheitsrisiken zu gross
Auch der Muttergesellschaft der Swiss, der Lufthansa, reisst der Geduldsfaden mit ständigen Flugstreichungen und Flugverschiebungen.
Sie geht aber noch radikaler vor. Flughäfen wie Abu Dhabi, Amman, Beirut, Dammam, Riad, Erbil, Maskat und Teheran würden bis zum 24. Oktober gar nicht mehr angeflogen, teilte die Lufthansa-Gruppe mit.
Die Sicherheitsrisiken und betrieblichen Abläufe zwängen zu diesem Entscheid, hiess es weiter.
Es lohnt sich für Fluganbieter also nicht, Passagiere und Crews irgendwelchen Gefahren auszusetzen. Doch damit fallen monatelang Umsätze aus.
Delhi zweimal täglich von Zürich
Dabei sind nicht nur Ferien-, sondern auch viele Geschäftsreisen betroffen.
Die Swiss nutzt zwar einzelne Chancen, um die Nachfrage andernorts zu bedienen, wie der Premiumcarrier unlängst zur sehr hohen Nachfrage nach Flügen zwischen Indien und Europa erklärte.
Vom 19. bis 24. März 2026 verkehrt Swiss daher zwischen Zürich und Delhi zusätzlich zum täglichen Flug mit einer zweiten täglichen Verbindung in die indische Metropole.
Dabei setzt Swiss das Langstreckenflugzeug des Typs Airbus A330 ein.
Überall Preiserhöhungen
Von solchen Opportunitäten abgesehen, sind die Auswirkungen des US-israelischen Angriffskrieges auf Iran also für Fluggesellschaften, Reiseanbieter und Transportunternehmen fatal.
Die erhöhen für den Rest der Kundschaft auch die Preise, was sich wiederum auf die Teuerung auswirken dürfte. Selbst Erdbeeren aus Spanien dürften sich verteuern, weil der Transport mehr Kosten verursacht.
Durch die Quasi-Sperrung der Strasse von Hormus verteuert sich auch Düngemittel weltweit. Die Folgen werden steigende Nahrungsmittelpreise sein. Und so geht das überall weiter.
Teheran dementiert US-Angaben
Trump versucht zwar derzeit alles, aus dieser Situation herauszukommen, denn die Statistiken zeigen die Teuerung noch nicht.
Kommt die Inflation in den USA erst einmal zum Vorschein, sieht es für seine Midterm-Wahlen schlecht aus.
Am heutigen Montag behauptete der US-Präsident, mit Iran eine Einigung gefunden zu haben, doch Teheran dementierte umgehend.
In dem Konflikt kann man praktisch niemandem mehr trauen.
Düstere Weltwirtschaft
Insofern herrscht auch an den Kapitalmärkten eine Berg- und Talfahrt, was die Gesamtsituation weiter belastet.
Schnallen die Konsumenten ihre Gürtel enger, sieht es für die Weltwirtschaft düster aus.
Und dies alles nur, weil sich Trump von Israel in den Iran-Angriff hat hineinziehen lassen.
23.03.2026/kut.





