China enttäuscht Schweizer Uhrenindustrie

eine Rolex von der Seite vor grünem Hintergrund
Schweizer Luxusuhren strahlen Eleganz aus. (Bild: pixabay)

Märkte wie USA, China und Japan ziehen die Schweizer Uhrenbranche deutlich nach unten. Doch es gibt auch Lichtblicke auf kleiner Flamme.

In der Schweizer Uhrenindustrie um Rolex, Patek Philippe, Swatch, Audemars Piguet & Co. gibt es derzeit wenig zu lachen.

Die Uhrenexporte verliefen 2025 wie bereits im Vorjahr rückläufig und sanken um weitere 1,7 Prozent auf 25,6 Milliarden Franken.

Hauptmärkte im Rückwärtsgang

Der chinesische Markt verzeichnete wie schon im Vorjahr einen markanten Rückgang.

Die Exporte in das Reich der Mitte sanken wertmässig um 12,1 Prozent auf bloss noch 1,8 Milliarden Franken, wie der Schweizer Uhrenverband FHS am heutigen Donnerstag bekanntgab.

Innert zwei Jahren seien damit die Exporte nach China um über ein Drittel eingebrochen, hiess es kritisch.

Schweizer Uhrenexporte 2025 laut FHS
Die USA dominieren den Uhrenmarkt. (Screenshot: muula.ch)

Gleichzeitig habe die Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump die Exporte im wichtigsten Absatzmarkt eine grosse Herausforderung dargestellt und dem anhaltenden Wachstum der vergangenen Jahre ein Ende bereitet.

Die Schweizer Uhrenexporte in die USA sanken 2025 um 0,5 Prozent auf 4,4 Milliarden Franken.

Auch Japan, der drittgrösste Exportmarkt, und Hongkong schwächelten.

Fast 1 Million weniger Uhren

Die obersten Preissegmente erfreuten sich zwar laut dem Branchenverband nach wie vor einer stetigen Nachfrage, hiess es. Bei den meisten Produkten sei die Entwicklung aber rückläufig gewesen. 

Der Hauptteil der Uhrenexporte im Jahr 2025 entfiel auf Kleinuhren. Ihr Gesamtwert erreichte 24,4 Milliarden Franken, was gegenüber 2024 einer Einbusse von 1,7 Prozent entsprach. Die exportierte Stückzahl verringerte sich um 4,8 Prozent beziehungsweise 740.000 Uhren auf 14,6 Millionen.

Damit setzte sich der Abwärtstrend bei den Volumen fort.

Billiguhren weniger gefragt

Die Uhren mit einem Exportpreis von über 3000 Franken büssten 1,9 Prozent ein und waren laut FHS ausschlaggebend für die negative Entwicklung beim Gesamtwert der Exporte.

Gleichzeitig blieb das Segment von 500 bis 3000 Franken stabil.

Die Uhren unter dieser Schwelle hingegen verzeichneten einen stärkeren Rückgang um 4,5 Prozent. Der Weg der Branche muss also zu höherwertigen Zeitmessern führen.

Die Stahluhren, die wertmässig um 2,8 Prozent nachgaben, Uhren aus anderen Metallen, die wertmässig sogar um 12,7 Prozent nachgaben, und Edelmetalluhren, die um 0,3 Prozent zurückgingen, belasteten dabei das Gesamtergebnis.

Gewinn belastet

Doch nicht nur beim Verkauf gab es für die Schweizer Uhrenindustrie wenig Freude.

Der Goldpreis und der Kurs des Schweizerfrankens erreichten Rekordwerte, was zu spürbar höheren Kosten von Schweizer Uhren führte, erklärte die Interessenvertretung.

Mit fast einer Million weniger exportierten Zeitmessern und den Kostensteigerungen wird klar, dass es unter dem Strich beim Gewinn auch nicht rosig aussehen wird.

Araber springen auf Nobelticker

Während die Märkte USA, China, Japan & Co. schwächelten, gab es aber auch Lichtblicke.

Die Exporte in die Vereinigten Arabischen Emirate erhöhten sich auf kleinem Niveau um 3,5 Prozent, nach Südkorea um 2,4 Prozent.

Und Saudiarabien verzeichnete 2025 ein Wachstum von 8,9 Prozent. 

29.01.2026/kut.

China enttäuscht Schweizer Uhrenindustrie

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