Trump heizt der Welt am WEF in Davos ein

US-Präsident Donald Trump am WEF 2026 in Davos
US-Präsident Donald Trump am WEF 2026 in Davos. (Bild: PD WEF)

US-Präsident Trump legte in der mit Spannung erwarteten Rede am WEF seine Sicht der Dinge auf die Welt dar. Dabei bekam die Schweiz ihr Fett weg.

US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch eine vielbeachtete Rede vor dem Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos gehalten.

In seiner Ansprache betonte er die wirtschaftliche Stärke der USA und kritisierte viele europäische Verbündete scharf.

Haar in der Suppe suchen

Die Rede, die aufgrund von Flugzeugproblemen verspätet, aber live von zahlreichen Medien übertragen wurde, sorgte für viel Aufsehen.

Trump, der mit einer grossen US-Delegation angereist war, begann seine Ansprache mit einem Loblied auf die amerikanische Wirtschaft, denn das Wirtschaftswachstum kann sich mit derzeit 4,3 Prozent durchaus sehenlassen, wie muula.ch berichtete.

Wenn die USA ihre Wirtschaftserfolge vorstellten, gingen die Aktienkurse aber gar nicht in die Höhe, wie es eigentlich sein sollte, kritisierte Trump.

Dies liege daran, dass die Welt ein Haar in der Suppe suche und die Aufmerksamkeit etwa auf Inflationszahlen legen würde. Doch die USA seien zurück, betonte er.

Bald neuer Fed-Chef

Die USA würden aber auch das weltweite Zentrum für Künstliche Intelligenz KI, genauso wie für Krypto, hob Trump hervor.

Auch am aktuellen Chef der US-Zentralbank Federal Reserve Bank Fed, Jerome Powell, liess er kein gutes Haar.

Fragerunde mit US-Präsident Donald Trump am WEF in Davos
US-Präsident Trump stellte sich am WEF 2026 auch Fragen. (Bild: muula.ch)

Er agiere nach seiner Ernennung illoyal und agiere aktivistisch.

Doch bald werde der US-Präsident einen guten Nachfolger vorstellen, verriet Trump in Davos und dann sollten die Leitzinsen deutlich niedriger werden.

Wachstum gegen Defizit

Ein zentraler Punkt, wie er das US-Staatsdefizit verringern würde, sei Wachstum, hiess es am WEF, das erstmals ohne seinen Gründer Klaus Schwab stattfand.

Doch die US-Strafzölle spülten auch Geld in die Staatskasse von den USA, erklärte der US-Präsident.

Auch an der Ausgabenfront arbeite er und sein Team, von dem Trump teils Einzelpersonen öffentlich in Davos lobte.

Selbst den WEF-Verantwortlichen Larry Fink, also den Chef des weltgrössten Vermögensverwalters Blackrock, würdigte der US-Präsident positiv.

Alles, was Fink anfasse, werde zu Gold, sagte Trump.

USA kein Zahlmeister mehr

Europa warf der US-Präsident vor, nicht in die richtige Richtung zu gehen.

Teile Europas seien nicht mehr wiederzuerkennen, und er forderte die Nato-Verbündeten erneut auf, mehr Verantwortung zu übernehmen, anstatt sich auf die USA zu verlassen.

Die Zeiten, in denen die USA alles für die Welt bezahlt hätten, seien endgültig vorbei.

Kein Angriff auf Grönland

Ein zentrales Thema war Trumps anhaltendes Interesse an Grönland.

Der Präsident bekräftigte seine Forderung, die dänische Autonomieregion zu erwerben, und nannte sie ein Stück Eis, kalt und schlecht gelegen.

Er schloss militärische Gewalt explizit aus. Stattdessen kündigte er sofortige Verhandlungen an und drohte mit Zöllen auf europäische Importe, falls die EU und Dänemark nicht kooperierten.

Keller-Sutter nervte Trump

Beim Thema Strafzölle bekam auch die Schweiz ihr Fett weg.

Das Telefonat mit der damaligen Schweizer Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter sei alles andere als erfreulich gewesen. Sie habe ständig gesagt, dass die USA von so einem kleinen Land wie der Schweiz nicht so hohe Einfuhrzölle verlangen könnten.

Keller-Sutter sei ihm dabei auf die Nerven gegangen.

Rolex nicht zerstören

Er hätte die Tarife für die Schweiz auch auf 70, statt auf nur 39 Prozent anheben können, sagte der US-Präsident. Doch das hätte gute Business, wie die Luxusuhrenfirma Rolex, zerstört, was Trump nicht wolle.

Nun spreche man über eine substanzielle Reduktion der US-Schutzzölle, obwohl das Handelsbilanzdefizit weiterhin gross sei.

Viel Applaus

Alle profitierten schliesslich von den USA, nur die USA hätten über Jahre gelitten.

Diese Zeiten seien definitiv vorbei, las Trump der Welt quasi von Davos aus die Leviten und erntete viel Beifall.

21.01.2026/kut.

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