
Die Hotellerie hatte sich von der Corona-Krise zu Rekorden aufgeschwungen. Doch Schweizer Hotels erleiden einen hausgemachten Rückschlag.
Die touristischen Beherbergungen haben sich zum Jahresanfang zwar leicht positiv entwickelt.
Von Januar bis Februar 2025 legte die Zahl der Logiernächte um 0,2 Prozent auf 6,5 Millionen zu, wie das Bundesamt für Statistik BFS am heutigen Freitag mitteilte.
Inländer bleiben fern
Der Zuwachs von rund 11.000 Übernachtungen ging dabei auf das Konto der Ausländer.
Sie fragten 3,1 Millionen Logiernächte nach, was einem Plus von 4,5 Prozent beziehungsweise 135.000 Logiernächten entsprach.
Die inländischen Gäste generierten mit 3,4 Millionen Logiernächten aber ein Minus gegenüber der Vorjahresperiode um 3,5 Prozent beziehungsweise 124.000 Logiernächten.
Rund 112.000 Nächte fehlen
Besonders fällt im Februar auf, dass die Schweizer quasi ihr eigenes Land verschmähen.
Insgesamt registrierten die Statistiker 3,4 Millionen Logiernächte, was einem überraschenden Rückgang von 2,8 Prozent oder 98.000 Logiernächten im Vergleich mit dem Vorjahresmonat entsprach.
Rund 1,6 Mio. Logiernächte konsumierten ausländische Gäste, was einem leichten Plus von 0,9 Prozent beziehungsweise 14.000 Übernachtungen entsprach.
Die inländischen Gäste generierten 1,8 Mio. Logiernächte, was allerdings ein hohes Minus -5,9 Prozent oder 112.000 Logiernächten bedeutete.
Verlust bei Einnahmen
Bewertet man diese fehlenden Übernachtungen beispielsweise mal mit 200 Franken pro Nacht, so entgehen den Schweizer Herbergen ein Umsatz in nur einem Monat von 22,4 Millionen Franken.
Bei 300 Franken wären es schon 33,6 Millionen Franken an Umsatzeinbussen.
Mehr Gäste aus den USA
Nach der Coronavirus-Pandemie, die Hotels aufgrund von Grenzschliessungen und Lockdown-Vorschriften beeinträchtigten, hatte sich der Tourismus stark erholt und neue Rekordwerte erreicht.
Doch nun hat im Februar die Schweizer Hotellerie erstmals einen Rückschlag seit September 2024 erlitten – schuldig sind aber die Schweizer selbst.
Ausgerechnet mehr Amerikaner kamen in die Schweiz und stützten den Tourismus, teile das BFS aber mit.
04.04.2025/ena.