
Nach einem grossen Zinsschritt hat die Schweizerische Nationalbank SNB erneut die Leitzinsen gesenkt. Der Handlungsspielraum wird kleiner.
Die Schweizerische Nationalbank SNB hat den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf nur noch 0,25 Prozent gesenkt.
Dieser Zinssatz gelte ab Freitag, teilte die Zentralbank am heutigen Donnerstag mit.
Sinkende Energiepreise wirken
Die erneute Zinssenkung kommt nach dem grossen Zinsschritt, den die SNB unlängst überraschend vorgenommen hatte.
Diesmal begründete die von Martin Schlegel geleitete Notenbank die Massnahme unter anderem mit dem geringen Inflationsdruck.
Die Teuerung sei von 0,7 Prozent im November 2024 auf 0,3 Prozent im Februar 2025 gesunken, hiess es. Besonders die Energiepreissenkungen hätten zu dieser Entwicklung beigetragen.
Insgesamt werde die Inflation weiterhin vor allem von den inländischen Dienstleistungen bestimmt.
Zinssenkungen wirken inflationär
Auf die Frage von muula.ch, ob die SNB nicht mit der Zinssenkung eigentlich zu tieferer Inflation beitrage, erklärte Schlegel, dass es zwar über die Mietzinssenkungen einen grossen Einfluss auf die Teuerung in diese Richtung gebe.
Der überwiegende Effekt einer Zinssenkung sei aber noch inflationär.
Geopolitische Risiken
Die Unsicherheit bezüglich der Weltwirtschaft sei aktuell hoch, erklärte Schlegel zudem vor den Medien in Zürich.
Besonders handels- und geopolitisch könne sich die Situation schnell und markant verschlechtern, hiess es weiter zu den Risiken.
Mit der Zinssenkung unterstütze die SNB die Wirtschaftsentwicklung in der Schweiz, so die SNB.
Damit hat die Schweizer Notenbank allerdings ihr Pulver im positiven Bereich fast verschossen. Die Frage bleibt, ob sie das Zinsniveau wieder in den negativen Bereich drücken wird.
Es verbleibt nur noch ein Zinsschritt bis zur Null.
20.03.2025/kut.